„Social“ – Einzelausstellung von Csaba Uglár in der Studio Galerie, Budapest
Die Ausstellung von Csaba Uglár beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Ökonomie und künstlerischer Leistung.
Wie kann künstlerischer Wert in Geld ausgedrückt werden? Und was bedeutet das für die zeitgenössische Kunstszene?
Uglár antwortet, indem er einen Raum schafft, in dem sich künstlerischer Wert exakt mit finanziellen Maßstäben messen lässt.
Er verwandelt die Galerie in die Lobby einer Bank. Das Herzstück der Ausstellung bildet ein riesiger Geldhaufen. 430.000 Scheine, die vom Künstler designt und in einer Druckerei produziert wurden, liegen in Folie verpackt auf einer Palette. Ein roter Teppich, ein Labyrinth aus Absperrungskordeln und ein Plasmabildschirm, der die aktuellen Börsenwerte zeigt, kreieren ein theatralisches Szenario rund um Uglárs Banknoten.
Besucher und Sammler können Banknoten kaufen und einen Vertrag unterschreiben, in dem sich der Künstler verpflichtet, die Geldscheine, die sie erworben haben, innerhalb der nächsten fünf Jahre in Kunstgegenstände zu verwandeln. Mit diesem Pakt bringt Uglár die Menschen dazu, in seine künstlerische Zukunft zu investieren.
„Social“ versinnbildlicht den Geist und die Diktatur des Geldes im Kontext zeitgenössischer Kunst in einer Zeit, in der immer weniger in visuelle Kultur investiert wird. In der heutigen globalen ökonomischen Krise liefert Csaba Uglár spielerisch frische, fiktive Antworten auf die Anforderungen an die Kunstwelt, die sich ihr auf lokaler wie globaler Ebene stellen.