Zehn Zeichnungen des berühmten ukrainischen Altmeisters der politischen Karikatur Vladimir Kazanevsky
Vladimir Kazanevskys Spezialität sind Karikaturen ohne Worte, in denen die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche seines Heimatlandes Ukraine bissig, poetisch und hintergründig ironisiert werden. Die hier vorgestellten Cartoons sind in den vergangenen zehn Jahren entstanden, viele unter dem Eindruck der „Orangen Revolution“ 2004. „Es war eine gefährliche Zeit für uns“, erinnert sich Kazanevsky in einem E-Mail an die „Report“-Redaktion.
Vladimir Kazanevsky wurde 1950 geboren und wuchs in der Stadt Lebedin (heute Ukraine) auf. 1973 absolvierte er ein erstes Studium in kosmischer Strahlenphysik an der Staatsuniversität Charkiw. In diesem Beruf war er auch zehn Jahre tätig, bevor er in das Fach „Journalismus“ wechselte, das er 1984 als sogenannter „redaktioneller Karikaturist“ abschloss.
Seither widmet sich Vladimir Kazanevsky mit großem Erfolg seiner großen Leidenschaft: der Karikatur. Seine Zeichnungen sind nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika, Russland, dem Iran, der Türkei, China, Japan und Korea bekannt. Seine Werke wurden mit über 200 Preisen ausgezeichnet. Kazanevskys Zeichnungen werden regelmäßig in Zeitschriften wie „Nebelspalter“ (Schweiz), „Eulenspiegel“ (Deutschland), „Yomiuri Shimbun“ (Japan) und „Witty World“ (USA) veröffentlicht. Seine Bilder wurden mittlerweile auf Ausstellungen in mehr als 50 Ländern gezeigt.
Neben zahlreichen veröffentlichten theoretischen Publikationen erschien im Jahr 2005 sein erster Roman („Die Säuberung“) in russischer Sprache. Vladimir Kazanevsky arbeitet in Kiew, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.
Buchtipp: Erst kürzlich herausgekommen ist Vladimir Kazanevskys Bilderbuch „Homo Gibber. Roman ohne Worte – A Novel without Words“ im Daedalos Verlag (Basel 2007).