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VIENNALE 201021. Oktober bis 3. November 2010Wie in den vergangenen Jahren umfasst das Hauptprogramm des Festivals eine Auswahl von rund 130 Langfilmen der aktuellen Kinoproduktion. Eine Art State of Production, eine Momentaufnahme des Weltkinos und der verschiedenen Entwicklungen und Tendenzen, die sich darin abbilden. Es ist ein eigener Kontinent, der hier entworfen wird und in dem sich filmische Regionen, Grenzen und Topografien abzeichnen. Darin wiederum die Inseln der Tributes, der Special Programs und nicht zuletzt die der großen Retrospektive.Die Auswahl an aktuellen Produktionen, so wie sie sich zum jetzigen Zwischenstand im Sommer 2010 und vor den großen Herbstfestivals von Venedig, San Sebastian oder Toronto präsentiert, stellt eine Reihe von bekannten Regisseuren und deren neueste Arbeiten dar. Dazu zählen Werke von Jean-Luc Godard, Marco Bellocchio, Mike Leigh, Todd Solondz, Apichatpong Weerasethakul, Woody Allen, Manoel de Oliveira, Olivier Assayas oder Frederick Wiseman. Aber neben diesen vertrauten und etablierten Regisseuren sind es immer wieder neue Namen, überraschende Handschriften, eigene filmische Erfindungen, die das jährliche Viennale-Programm ausmachen. Die unbekannten Regionen des Kino-Kontinents, die Namen tragen wie Paz Fábrega, Aaron Katz, Li Hongqi, Gonzalo Castro, Rusudan Pirveli, Pietro Marcello, Renate Costa oder Jeff Malmberg. Filmporträts, Kurzfilme, Comedys Wollte man, ohne allzu sehr zu verallgemeinern, aus dem noch unfertigen Programm die eine oder andere vorläufige Tendenz herauslesen, erste Schwerpunkte skizzieren, so wäre dies etwa eine Reihe von filmischen Porträts. Es ist eine eigene Form, eine spezifische Qualität des Kinos, das Bild, das Porträt, die Anmutung und Ahnung eines Menschen filmisch evozieren zu können. Beispiele dafür im kommenden Viennale-Programm sind etwa die gleichermaßen unterschiedlichen wie faszinierenden Werke mit und über Persönlichkeiten wie den genialen und tragischen Komponisten und Musiker Phil Spector, den Regisseur Martin Scorsese (bei der Arbeit beobachtet von Jonas Mekas), die sich inszenierende, politisch fragwürdige und rücksichtslose Figur Nicolae Ceauşescu, Andy Warhols Superstar Candy Darling, den legendären Vorläufer und Vorbild aller Paparazzi-Fotografen Ron Galella und nicht zuletzt die alte Orang-Utan-Dame Nénette im Zoo von Paris. Um einen Programmaspekt zu erwähnen, der eine ganz eigene Vorfreude auf die Viennale verspricht und schon jetzt die eine oder andere große Gartenbaukino-Nacht vorausahnen lässt: eine Auswahl an wunderbaren Filmkomödien, an zum Teil tragikomischen, absurden, anarchischen Comedys, wie sie im Kino immer seltener erzählt werden und heuer einen schönen und spannenden Teil des Festivals ausmachen. Das Komische, Abgründige, Absurde, der coole Witz und das höllische Gelächter, die politische Unkorrektheit, sexuelle Verwirrung und anarchische Verunsicherung finden sich in seltsamer Mischung und unerwarteter Kombination in einer Reihe von diesjährigen Filmen mit Titeln wie Shinboru, Leaves of Grass, Han Jia, High School, Cyrus oder Life During Wartime. Related external links: |
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